Elisabeth Jäger


Elisabeth (Lisl) Jäger, 1924 in Wien geboren, beteiligte sich mit ihrer gesamten Familie nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland am antifaschistischen Widerstand.

Lisl beim 1. Generationenforum 2005

Die Gestapo verhaftete sie im Juli 1941. Verurteilt wegen angeblichem Hochverrat und Wehrkraftzersetzung, musste sie drei Jahre im Gefängnis verbringen. Im September 1944 wurde Lisl in das Frauen-KZ Ravensbrück deportiert. Dort erfuhr sie viel Solidarität. Ihr Bruder Bruno wurde von den Nazis ermordet. Nach der Befreiung kehrte sie erst nach Österreich zurück, übersiedelte aber 1950 in die DDR, wo sie Journalistik studierte. Von 1996 bis 1999 war sie Mitglied im Vorstand der Dr. Hildegard Hansche Stiftung. Sie lebt heute in Berlin und nahm 2005, 2006 und 2007 am Generationenforum teil.