Janina Iwańska


Janina Iwańska

Janina Iwańska

Janina Iwańska wurde 1930 in eine jüdische Familie in Warschau geboren.

Sie erlebte als junges Mädchen die Bombardierung ihrer Heimatstadt, die Verbrennung ganzer jüdischer Viertel und die vom Widerstand organisierte Verteidigung gegen die deutsche Besatzung. Janina Iwańska musste in jungen Jahren Zeugin von Erhängungen, Razzien und der Einrichtung eines Ghettos werden. Während des Aufstands im Warschauer Ghetto, 1944, lebte Janina in Wola, einem Viertel in dem die Zivilbevölkerung in großem Ausmaß von den Nazis systematisch umgebracht wurde. Die Überlebenden des Aufstands wurden in Konzentrationslager verschleppt. Janina wurde in ein Durchgangslager des Konzentrationslagers Auschwitz mit der Nummer 85595 inhaftiert und mit dem roten Winkel für „politische Häftlinge“ gekennzeichnet. Eine Woche vor der Befreiung des Lagers wurden Janina und die anderen Häftlinge auf einen Todesmarsch nach Wodzisław Śląski geführt, von wo aus sie dann in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück überstellt wird. 

Am 2. Mai 1945 erlangt Janina Iwańska ihre Freiheit zurück und macht sich zu Fuß auf den Weg zurück nach Warschau. 1950 macht Janina ihr Abitur und 1954 beendet sie ihr Studium und beginnt ein selbstständiges Leben in einer eigenen Wohnung. Sie schreibt: „Meiner Generation hat der Krieg die Kindheit, die Jugend und die besten Jahre der Reife genommen.

Mein Wunsch und meine Bitte an Sie ist, dass Sie alles in Ihrer Macht Stehende tun, um den Krieg zu vermeiden, damit Sie sein Unglück nicht erleben müssen. Baut Harmonie und Freundschaft auf und genießt das Leben, denn es ist der höchste Wert und sehr zerbrechlich und leicht zu zerstören."