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CD: Aus dem Leben der Elisabeth Jäger


Inhalt

Kurzbiografie

Kindheit und Jugend
Familie
Widerstand
Verhaftung 1941 und Gefängnis

Im Frauen-KZ Ravensbrück
Ankunft
Lebensbedingungen
Lageralltag
Zwangsarbeit
Aufseherinnen
Block 2
Frauen im KZ
Häftlingsgruppen/Solidarität
Kinder in Ravensbrück

Überleben und Befreiung
Überlebenswille
Todesmarsch
Rückkehr ins Lager

Weiterleben
Rückkehr nach Wien
Übersiedlung in die DDR
Mit der Erinnerung leben
Was würden Sie tun, wenn...

 

CD-Cover "Widerstand + Solidarität. Aus dem Leben der Elisabeth Jäger"

Lisl Jäger 2003, 1948, 1971Kurzbiografie

Am 25. September 1924 wird Leopoldine Elisabeth (Lisl) Morawitz als jüngstes von vier Kindern geboren. Der Vater, August Morawitz, arbeitet als Markthelfer auf dem Wiener Naschmarkt. Die Mutter, Leopoldine Morawitz, ist Hausfrau. Von 1930 bis 1938 besucht Elisabeth die Volks- und Hauptschule. Vom Sommer 1938 bis 1941 erhält sie eine kaufmännische Ausbildung in einer Papierwarenhandlung.

Nach der Annexion Österreichs durch Hitler-Deutschland am 12. März 1938 beteiligt sich Elisabeth mit ihrer Familie und Jugendfreunden am Widerstand. Am 3. Juli 1941 wird Elisabeth, 16-jährig, von der Gestapo wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung zusammen mit ihrer Mutter verhaftet. Sie wird zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, die sie vor allem in München/Stadelheim verbüßt. Das Urteil für die Mutter lautet vier Jahre Zuchthaus. Am 23. September 1943 wird ihr Bruder Bruno vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 25.Februar 1944 in Wien hingerichtet.

Im September 1944 wird Elisabeth nach Strafverbüßung nicht entlassen, sondern in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Am 28. April 1945 wird das Lager evakuiert. Elisabeth wird mit anderen Häftlingen von der SS auf den so genannten Todesmarsch getrieben, von dem sie mit anderen Kameradinnen flüchtet. Anfang Mai wird das Lager von der Roten Armee befreit. Lisl hilft dort bei der Versorgung und Betreuung zurückgebliebener kranker Kameradinnen.

Anfang Juli 1945 kehrt Elisabeth Morawitz in ihre Heimatstadt Wien zurück. Mit ihrem Mann, Dr. Martin Jäger, übersiedelt Lisl Jäger 1950 in die DDR. Sie holt das Abitur nach, schließt ihr Studium als Journalistin an der Leipziger Universität mit Diplom ab und arbeitet in den darauf folgenden Jahren beim Rundfunk, in verschiedenen Zeitschriftenverlagen und dem Ministerium für Kultur. 1951 kommt ihre Tochter Brigitta und 1954 ihre Tochter Claudia zur Welt.

Lisl Jäger engagiert sich seit den 50er Jahren in der Lagergemeinschaft Ravensbrück. Sie lebt heute in Berlin, ist mehrfache Groß- und Urgroßmutter und ist immer noch politisch aktiv.

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